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Archive for the ‘Rezension’ Category

Bereits am 17. Juni stellte der FAZ.NET-Literaturkalender vier wort- und sprachspielerische Kinderbücher vor:

Agnès de Lestrade, Valeria Docampo: Die große Wörterfabrik

Kinderbuch (ab 3) | mixtvision | 40 Seiten | 13,90 Euro

Es gibt wohl kaum ein Kind, das keinen Spaß an Wortspielereien hat. Zum Glück gibt es immer wieder tolle Neuerscheinungen, bei denen man nach Herzenslust mit Sätzen herumtoben kann und so nebenbei für den Reichtum der Sprache sensibilisiert wird. Wie wunderbar das Sprechen eigentlich ist, macht Die große Wörterfabrik von Agnès de Lestrade und Valeria Docampo sehr schön deutlich (Deutsch von Anna Taube): In einem Land, in dem man die Wörter erst kaufen muss, bevor man sich aussprechen kann, bekommt jeder Satz einen besonderen Wert. Und obwohl der kleine Paul sich nicht viele Wörter leisten kann, gewinnt er Maries Liebe. Wie, das steht in diesem sehr poetischen, wunderbar illustrierten Kinderbuch.

Katharina Hagena, Stefanie Clemen Albert Albatros albert. Alphabetische Ansammlung aberwitziger Artgenossen

Kinderbuch (ab 4) | Dressler | 64 Seiten | 14,95 Euro

Einmal quer durchs Alphabet führen Katharina Hagenas Tiertexte in Albert Albatros albert. Bei jedem Buchstaben findet man eine absurd-witzige Alliterations-Geschichte, d.h. alle Worte eines Textes über ein Tier beginnen mit demselben Buchstaben. Vom Albatros bis zu Ziege, alles passt hier, man staunt über dein Einfallsreichtum der Autorin, lässt sich die Späße auf der Zunge zergehen und Kinder wollen diese »alphabetische Ansammlung aberwitziger Artgenossen« gleich weiterdichten.

Mathias Jeschke, Karsten Teich: Der Wechstabenverbuchsler

Kinderbuch (ab 4) | Boje | 32 Seiten | 12,95 Euro

Ein klassisches Wortspiel sind Buchstabendreher, wie sie Herrn Beckermann in Der Wechstabenverbuchsler von Mathias Jeschke und Karsten Teich unterlaufen. Wirklich sehr komisch ist es, wenn der kleinen Nina mit einem Taschentuch »die Puse natzen« will, auf der Wiese einen »Letterschming« entdeckt oder seine Frau mit dem Wort »Schnimtzecke« liebkost. Dieses Buch lässt man sich garantiert sehr gerne sehr oft vorlesen, es macht viel Spaß!

Kevin Waldron: So ein Zoo, Herr Pipapo!

Kinderbuch (ab 5) | atlantis | 48 Seiten | 13,90 Euro

Über Missverständnisse geht es in Kevin Waldrons So ein Zoo, Herr Pipapo! Der Zoowärter Herr Pipapo stürzt nämlich mit unvorsichtigen Äußerungen alle seine Tiere in Verzweiflung, man kann nämlich so manchen Satz auf zwei Arten verstehen. Der Zoo ist erst gerettet, als sich das aufklärt; die jungen Leser werden sich diebisch an diesen Verwirrungen erfreuen (Deutsch von Hans ten Dornkaat).

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Am 31. Januar empfahl titel thesen temperamente ein Handbuch zur nonverbalen Kommunikation weltweit. Wer glaubt, der in die Höhe gereckte Daumen signalisiere international »Alles klar!«, den belehren Julia Grosse und Judith Reker eines Besseren. Unter dem Titel »›Versteh mich nicht falsch!‹ Gesten weltweit« haben sie im Bierke Verlag ein Handbuch vorgelegt, dass diese und viele weitere Gesten und Handzeichen in ihren international oftmals äußerst verschiedenen Bedeutungen erläutert.  > ttt-Beitrag lesen

Das Buch: Julia Grosse und Judith Reker: »Versteh mich nicht falsch!« Gesten weltweit. Das Handbuch. Bierke Verlag, 2010

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Bereits Ende September rezensierte Dr. Anja Lobenstein-Reichmann, Privat-Dozentin an der Universität Trier, im Wissenschaftlichen Literaturanzeiger (WLA) Christian A. Brauns Untersuchung »Nationalsozialistischer Sprachstil. Theore-tischer Zugang und praktische Analysen«. Gleich zu Beginn lobt sie: »Das Buch besticht […] durch geschichts- wie sprachwissenschaftliche Literaturkenntnis, Methodensicherheit, hohen Reflexionsgrad und praktischen Anwendungsbezug. Es ist das Buch zum Thema, auf das man auch deswegen schon immer gewartet hat, weil es den Studierenden alle textanalytischen Methoden vorführt, die nötig sind, den Sprachgebrauch während des Nationalsozialismus oder vergleichbarer Epochen zu untersuchen.« > weiterlesen

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Uta Koppert-Maats (Universität Heidelberg) rezensiert im Wissenschaftlichen Literaturanzeiger (WLA) meine seit kurzem vorliegende Dissertation »Lagersprache. Zur Sprache der Opfer in den Konzentrationslagern Sachsenhausen, Dachau, Buchenwald«. > lesen

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Das Sams ist (wieder) da

Damit eine kleine Leserin nicht sehr (4x unterstrichen!!!!) traurig wird, hat Paul Maar sein sechstes Sams-Buch geschrieben. Nun liegt es vor – und es hat sich einiges getan bei Herrn Taschenbier. Tilman Spreckelsen widmet dem Buch auf FAZ.net eine liebevolle Rezension und attestiert dem Sams neben »munterster Sprachkritik« gar »Partisanentum der Sprache« – das jedoch fest auf dem Boden genauer Regel-Kenntnis erwachse und diese nur spielerisch breche: »Spielen immer, Schludern nimmer«.  > lesen

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Sowohl Gerhard Kaisers Habilitation »Grenzverwirrungen. Literaturwissenschaft im Nationalsozialismus« als auch Jens Saadhoffs Dissertation zur »Germanistik in der DDR. Literaturwissenschaft zwischen ›gesellschaftlichem Auftrag‹ und disziplinärer Eigenlogik« empfielt die Rezensentin Anna Lux (Leipzig) dem Lesepublikum wärmstens. Beide Arbeiten sind dem Siegener Konzept des »semantischen Umbaus« verpflichtet und wollten »eine differenzierte Gesamtschau auf die jeweiligen Entwicklungen« geben. > lesen

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Helke Stadtland hat mit »›Friede auf Erden‹. Religiöse Semantiken und Konzepte des Friedens im 20. Jahrhundert« einen »sorgfältig edierten Sammelband« vorgelegt, der »neben der Einleitung der Herausgeberin (…) zwölf Beiträge v.a. jüngerer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Geschichte, Kirchengeschichte, Theologie und Rechtswissenschaft« vereint. Antonia Leugers (München) rezensiert die Neuerscheinung im Archiv für Sozialgeschichte online. > lesen

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