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Archive for the ‘Uncategorized’ Category

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In der tageszeitung ist am 20. Oktober 2014 ein lesenswerter Bericht über eine interessante Diskussion erschienen: Darf man auf Stolpersteinen (oder anderen Gedenkzeichen) NS- bzw. Tätersprache verwenden – oder nicht? Angehörige sind empört, der Künstler zeigt sich uneinsichtig, Historiker urteilen kontrovers.

Hier lesen > taz, 20.10.2014: Erinnerung an NS-Opfer. Über Sprache stolpern

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Jüngst erschien ein kleiner, aber überaus pointierter Aufsatz in einem Sammelband, der neben den vielen anderen lesenswerten Beiträgen eine besondere Aktualität hat:
Agnieszka Satola/Joachim Spanger: Die Achse des Guten – die Sprache(n) des antimuslimischen Rassismus im Netz, S. 243–264, in: Gudrun Hentges u. a. (Hrsg.): Sprache – Macht – Rassismus, Metropol Verlag 2014, ISBN: 978-3-86331-121-6, 376 Seiten, 22,– Euro

Rezensiert von Caroline Fetscher, in: Tagesspiegel vom 20. April 2014

»Deutschland sei ›von Sinnen‹ erklärt ein Pamphlet, das sich derzeit rasant in die Bestsellerlisten hocharbeitet. Hunderte Laienrezensenten bekunden auf der Amazon-Website ihre Sympathie für das Buch von Akif Pirinçci, dessen Untertitel einen ›irren Kult um Frauen, Homosexuelle und Zuwanderer‹ anprangert. Jenseits des Erschreckens lohnt es sich, Wahn und Wortwahl dieses Textgenres nachzugehen. Genau das leistet die eben erschienene Anthologie ›Sprache – Macht – Rassismus‹. Der Band hätte zu keinem bessern Zeitpunkt erscheinen können. Sprachwissenschaftler und Soziologen leuchten hier historische und aktuelle Phänomene von Kolonialismus und Rassismus aus, befassen sich mit dem ›Rassismus der Eliten‹ – etwa beim Publikum von Thilo Sarrazin – mit sprachlicher Diskriminierung im Alltag und Fragen der Prävention. […]
Neben Beiträgen etwa zur Darstellung des ›Kongo‹ im Magazin ›Spiegel‹ von 1947 bis 2012 findet sich hier die Auseinandersetzung mit einer bisher kaum beachteten Webpublikation Pirinçcis von 2013. Überschrieben mit ›Das Schlachten hat begonnen‹, beschwor der Text einen schleichenden ›Genozid‹ an jungen, deutschen Männern durch junge muslimische Männer. Mit welch sprachlichen Manipulationen der Autor seine jede Faktenbasis entbehrende These ans Publikum bringt, das weisen Agnieszka Satola und Joachim Spanger in einer linguistischen Ermittlung nach.
Sämtliche Aufsätze in diesem intelligent edierten Band tragen zu Differenzierungen bei, insbesondere zum Verständnis solcher Diskurse, deren Elemente scheinbar unbemerkt in die Sprache einsickern. […]« (Aus: Wahn und Wortwahl. Caroline Fetscher über rassistische Sprachmanipulationen, Tagesspiegel vom 20. April 2014)

Siehe auch: Christian Schröder und Caroline Fetscher: Der Pöbler und die Neue Rechte, in: Tagesspiegel vom 10. April 2014

Und weiter:

Harald Staun: Der Populismus des Akif Pirinçci: Wie Sarrazin auf Speed, in: FAZ vom 5. April 2014

Stefan Willeke: Wir Dummschwätzer? Sehr viele ZEIT-Leser regen sich vehement über den Verriss des Bestsellers »Deutschland von Sinnen« auf. Ein Besuch bei den Verteidigern des Krawallautors Akif Pirinçci, in: Die Zeit vom 25. April 2014

Gideon Botsch: Ende der Diskussion. Akif Pirinçci und die literarische Provinz der »neuen Rechten«, in: Die Zeit vom 25. April 2014

 

 

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Astrid Herbold: »Zur Zukunft des Genitivs. ›Die Augen meines Hund‹« im Tagesspiegel vom 26. Mai 2014: > lesen

 

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Kathrin Wittler: „Muselmann“. Anmerkungen zur Geschichte einer Bezeichnung, in: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 61 (2013) Heft 12, S. 1045–1056,

ISSN: 0044-2828, Einzelheft 12,–

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Ältere Fundstücke zum Thema Lager- und Ghettosprache, Sprechen über die Shoah:

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Andrea Löw: Die Erfahrung der radikalen Ungleichheit. Vom sprachlichen Umgang mit dem Gettoleben in Litzmannstadt (Lódz), in: Nicole Kramer/Armin Nolzen (Hrsg.): Beiträge zur Geschichte des Nationalsozialismus 28 (2012): Ungleichheiten im „Dritten Reich“: Semantiken, Praktiken, Erfahrungen, S. 48–68, ISBN 978-3-8353-1113-8 > Inhaltsverzeichnis

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Imke Hansen/Katarzyna Nowak: Über Leben und Sprechen in Auschwitz. Probleme der Forschung über die Lagersprache der polnischen politischen Häftlinge von Auschwitz, in: Christiane Heß/Julia Hörath/Dominique Schröder/Kim Wünschmann (Hrsg.), Kontinuitäten und Brüche. Neue Perspektiven auf die Geschichte der NS-Konzentrationslager, Berlin: Metropol Verlag 2011, S. 115–141.

ISBN: 978-3-86331-010-3; 230 Seiten; 19,– Euro

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Wie kann man für den Nicht-Menschen sprechen?

Alle reden heute von Biopolitik als der Zukunft des Menschen, doch Giorgio Agamben sagt, daß uns der Untermensch mehr interessieren sollte als der Übermensch / Von Lorenz Jäger, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 7. 10. 2003, Nr. 232, Seite L37 > lesen

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Giorgio Agamben: Der „Muselmann“, in: ders., Was von Auschwitz bleibt. Das Archiv und der Zeuge, Frankfurt 2003, S. 36–75.

ISBN: 978-3-51812-300-3, 160 Seiten, 9,– EUR

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Bereits am 17. Juni stellte der FAZ.NET-Literaturkalender vier wort- und sprachspielerische Kinderbücher vor:

Agnès de Lestrade, Valeria Docampo: Die große Wörterfabrik

Kinderbuch (ab 3) | mixtvision | 40 Seiten | 13,90 Euro

Es gibt wohl kaum ein Kind, das keinen Spaß an Wortspielereien hat. Zum Glück gibt es immer wieder tolle Neuerscheinungen, bei denen man nach Herzenslust mit Sätzen herumtoben kann und so nebenbei für den Reichtum der Sprache sensibilisiert wird. Wie wunderbar das Sprechen eigentlich ist, macht Die große Wörterfabrik von Agnès de Lestrade und Valeria Docampo sehr schön deutlich (Deutsch von Anna Taube): In einem Land, in dem man die Wörter erst kaufen muss, bevor man sich aussprechen kann, bekommt jeder Satz einen besonderen Wert. Und obwohl der kleine Paul sich nicht viele Wörter leisten kann, gewinnt er Maries Liebe. Wie, das steht in diesem sehr poetischen, wunderbar illustrierten Kinderbuch.

Katharina Hagena, Stefanie Clemen Albert Albatros albert. Alphabetische Ansammlung aberwitziger Artgenossen

Kinderbuch (ab 4) | Dressler | 64 Seiten | 14,95 Euro

Einmal quer durchs Alphabet führen Katharina Hagenas Tiertexte in Albert Albatros albert. Bei jedem Buchstaben findet man eine absurd-witzige Alliterations-Geschichte, d.h. alle Worte eines Textes über ein Tier beginnen mit demselben Buchstaben. Vom Albatros bis zu Ziege, alles passt hier, man staunt über dein Einfallsreichtum der Autorin, lässt sich die Späße auf der Zunge zergehen und Kinder wollen diese »alphabetische Ansammlung aberwitziger Artgenossen« gleich weiterdichten.

Mathias Jeschke, Karsten Teich: Der Wechstabenverbuchsler

Kinderbuch (ab 4) | Boje | 32 Seiten | 12,95 Euro

Ein klassisches Wortspiel sind Buchstabendreher, wie sie Herrn Beckermann in Der Wechstabenverbuchsler von Mathias Jeschke und Karsten Teich unterlaufen. Wirklich sehr komisch ist es, wenn der kleinen Nina mit einem Taschentuch »die Puse natzen« will, auf der Wiese einen »Letterschming« entdeckt oder seine Frau mit dem Wort »Schnimtzecke« liebkost. Dieses Buch lässt man sich garantiert sehr gerne sehr oft vorlesen, es macht viel Spaß!

Kevin Waldron: So ein Zoo, Herr Pipapo!

Kinderbuch (ab 5) | atlantis | 48 Seiten | 13,90 Euro

Über Missverständnisse geht es in Kevin Waldrons So ein Zoo, Herr Pipapo! Der Zoowärter Herr Pipapo stürzt nämlich mit unvorsichtigen Äußerungen alle seine Tiere in Verzweiflung, man kann nämlich so manchen Satz auf zwei Arten verstehen. Der Zoo ist erst gerettet, als sich das aufklärt; die jungen Leser werden sich diebisch an diesen Verwirrungen erfreuen (Deutsch von Hans ten Dornkaat).

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Das Feature »Sprachstunde null – Wie die Bundesrepublik über Juden und Israel zu sprechen lernte« von Daniel Cil Brecher – am 4. Mai auf Deutschlandfunk gesendet – geht der Frage nach, wie die bundesrepublikanische Öffentlichkeit in den frühen Nachkriegsjahren allmählich und zögernd eine Sprache für die Shoah und die Verbrechen an den europäischen Juden zu finden begann, was diesen Sprachgebrauch kennzeichnete und wie er bis heute fortlebt. > hören: MP3 oder Flash

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