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Das Feature »Sprachstunde null – Wie die Bundesrepublik über Juden und Israel zu sprechen lernte« von Daniel Cil Brecher – am 4. Mai auf Deutschlandfunk gesendet – geht der Frage nach, wie die bundesrepublikanische Öffentlichkeit in den frühen Nachkriegsjahren allmählich und zögernd eine Sprache für die Shoah und die Verbrechen an den europäischen Juden zu finden begann, was diesen Sprachgebrauch kennzeichnete und wie er bis heute fortlebt. > hören: MP3 oder Flash

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Andrea Rödig plädiert in ihrem klugen und lesenswerten taz-Kommentar für einen differenzierteren Sprachgebrauch in der derzeitigen »Missbrauchs«-Debatte. > lesen

Welttag des Buches

Der 23. April ist »Welttag des Buches«. 1995 hat dies die UNESCO so beschlossen, und seit 1996 wird der Tag auch in Deutschland begangen. Hier engagieren sich besonders der Börsenverein des Deutschen Buchhandels und die Stiftung Lesen – und geben auf ihrer Website zum »Welttag des Buches« zahlreiche Veranstaltungshinweise.

In seiner aktuellen Sendung stellte titel thesen temperamente ein Buch vor, das aus mehreren Gründen überrascht und neugierig macht: »Das glücklichste Volk: Sieben Jahre bei den Pirahã-Indianern am Amazonas« von Daniel Everett.           Er kam als Missionar und ging als begeisterter Sprachforscher – und zeichnet in seinem Buch nach, wie »Sprache und Kultur, wie Sprache und Glück, zusammenhängen können«. > zum Beitrag

Daniel Everett: Das glücklichste Volk: Sieben Jahre bei den Pirahã-Indianern am Amazonas. Übersetzt von Sebastian Vogel. Deutsche Verlags-Anstalt, Februar 2010, 416 Seiten, € 24,95. ISBN 978-3421043078

Bereits am 13. März sendete DRadio Wissen einen Beitrag über deutsche Einflüsse im modernen Hebräisch – mit zahlreichen erstaunlichen Beispielen von Wortexporten. > anhören

Vom Ufer des Sees zurück in Richtung Innenstadt laufend, entdeckten wir ein kleines Kunstwerk am Wegesrand:

Wir lasen – und erkannten, dass wir einen auch sprachhistorisch bedeutsamen Ort besuchten:

»Nach der Rückkehr der Juden aus dem babylonischen Exil wurde das Althebräische durch die aramäische Staatssprache zurückgedrängt und war zur Zeit Christi im Volk Israel erloschen. Dennoch blieb Hebräisch die Sprache der Religion. Im zweiten Exil der Juden wurde Hebräisch immer seltener gesprochen, da die Juden die Sprachen ihrer Exilländer annahmen. Um die korrekte Aussprache des Hebräischen zu erhalten, entwickelten jüdische Schriftgelehrte, die sogenannten Masoreten, im 7. Jahrhundert n. Chr. in Tiberias ein Vokalpunktierungssystem. Sie versahen die Masora (die gesammelte jüdische Überlieferung des korrekten hebräischen Textes des Alten Testaments) mit Strichen und Punkten über und unter den Buchstaben und legten so die Aussprache der Vokale fest.« (http://www.einzigartiges-israel.de/html/151-sprache.html)

Am 31. Januar empfahl titel thesen temperamente ein Handbuch zur nonverbalen Kommunikation weltweit. Wer glaubt, der in die Höhe gereckte Daumen signalisiere international »Alles klar!«, den belehren Julia Grosse und Judith Reker eines Besseren. Unter dem Titel »›Versteh mich nicht falsch!‹ Gesten weltweit« haben sie im Bierke Verlag ein Handbuch vorgelegt, dass diese und viele weitere Gesten und Handzeichen in ihren international oftmals äußerst verschiedenen Bedeutungen erläutert.  > ttt-Beitrag lesen

Das Buch: Julia Grosse und Judith Reker: »Versteh mich nicht falsch!« Gesten weltweit. Das Handbuch. Bierke Verlag, 2010